Rundum gut versorgt – mit dem ganzen Wissen der Frauenheilkunde

(Beitrag Basel Express Oktober, 2020): Die Gynäkologie ist ein spannendes, aber auch sehr intimes Fachgebiet. Dies erfordert fundiertes Wissen, aber vor allem viel Einfühlungsvermögen, um Frauen in jeder Lebensphase medizinisch und menschlich optimal zu betreuen. Dabei sollen die Sorgen und Probleme der Patientinnen individuell geklärt und der eingeschlagene therapeutische Weg für sie jederzeit nachvollziehbar sein.

Basel Express (BE) im Gespräch mit der Gynäkologin Dr. med. Andrea Niggemann-Brunner, die seit zwei Jahren selbstständig in einer Praxisgemeinschaft im Kern der Basler Altstadt tätig ist.

interview

BE: Warum haben Sie sich für die Fachrichtung Gynäkologie entschieden, dreht sich da nicht alles um die Gebärmutter?

Bei weitem nicht! Frauenheilkunde ist eines der spannendsten und vielseitigsten Fachgebiete der Medizin. Das Spektrum der Gynäkologie umfasst die Begleitung, Beratung und Unterstützung von Frauen ab der Pubertät bis ins hohe Alter. Neben Prävention, Diagnose und Behandlung geschlechtsspezifischer Gesundheitsstörungen der Frau, gehört auch die Überwachung von Schwangerschaften, Geburten und Wochenbettverläufen zum Berufsbild. Dies ergibt ein sehr vielschichtiges Patientenbild, denn vor allem in der Geburtshilfe weiss man nie, was auf einen zukommt – schliesslich halten sich Babys an keine Terminpläne.

BE: Dann ist es die Abwechslung, die Sie an Ihrem Beruf hauptsächlich fasziniert?

Zum Teil, aber was mir als unerschütterliche Optimistin sehr zusagt, ist die Tatsache, dass in der Gynäkologie grundsätzlich gute Chancen für eine Heilung bestehen. Besonders Schwangere versprühen auch pure Lebensfreude und gute Laune, die einfach ansteckend ist.

BE: In Ihrer Praxis begleiten Sie die schwangeren Frauen viele Monate, aber die Geburt selbst erleben Sie ja nicht immer mit. Vermissen Sie dies nicht manchmal?

Nebst meiner gynäkologischen Praxis-Tätigkeit bin ich akkreditierte Belegärztin im Bethesda Spital in Basel und begleite meine Patientinnen, sofern erwünscht und möglich, sehr gerne bei der Geburt. Diese schönen Momente möchte ich wirklich nicht vermissen!

BE: Warum haben Sie sich dazu entschieden, in Ihrer Praxis Laserbehandlungen anzubieten?

Weil die minimal-invasiven Behandlungen mit dem innovativen Juliet-Laser sanft, schonend, sicher und die Nebenwirkungen in der Regel sehr gering sind. Diese moderne Behandlungsmethode mit dem Laser ist eine wirklich gute Alternative, wenn man keine Hormone einnehmen möchte.

BE: Wie funktioniert eine solche Laserbehandlung?

Angewendet wird eine einzigartige Vaginalsonde, um auf schonende Weise mit Hilfe eines fraktionierten ERBIUM-YAG-Lasers elektrische Impulse an das Scheidenwandgewebe der Patientin abzugeben. Die Laserenergie zielt wirksam auf die atrophische Vaginalschleimhaut, wo sie den Stoffwechsel- und Neokollageneseprozess anregt. Dies führt zu einer erhöhten Vaskularisierung sowie zu einer verstärkten Produktion von Elastin und Kollagen, was wiederum zur Verbesserung der vaginalen Lubrikation beiträgt.

BE: Bei welchen Beschwerden verspricht eine Laserbehandlunge gute Erfolgsaussichten?

Momentan ist es die effizienteste Technologie, um die Vagina bei diversen Funktionsstörungen der Scheide zu behandeln – nicht nur ästhetisch, sondern ebenfalls in medizinischem Zusammenhang. Beispielsweise bei vaginaler Erschlaffung, also wenn Beckenbodenprobleme nach der Geburt auftreten. Der Laser remodelliert, strafft und verjüngt fühl- und sichtbar, besonders in Kombination mit PRP. Der Laser wirkt ebenfalls ausgezeichnet bei diversen funktionalen Beschwerden der Scheide, wie etwa bei starker Austrocknung und Schleimhaut-Reizung. Viele Frauen berichten, dass sich das Gewebe danach wie verjüngt anfühlt und der Erfolg sich bereits nach der ersten Behandlung einstellt.

BE: Schon öfters habe ich gehört, dass manche Frauen nach einer Geburt den Urin nicht mehr so gut halten können. Lässt sich in solchen Fällen mit einer Laserbehandlung ebenfalls etwas bewirken?

Ja, sogar sehr viel! Der Laser kann leichte Belastungsinkontinenz, wie sie typischerweise beim Husten, Lachen oder Heben von Gewicht vorkommt, vermindern, oft sogar mit nur wenigen Behandlungen ganz stoppen.

BE: Das hört sich ja sehr vielversprechend an. Gibt es noch weitere Anwendungsmöglichkeiten?

Der Laser scheint auch beiLichen sclerosus Linderung zu bringen. Bei dieser chronisch verlaufenden entzündlichen Hauterkrankung des äusseren Genitalbereichs zerstören körpereigene immunkompetente Zellen das elastische Bindegewebe der Unterhaut, wodurch die Haut sehr empfindlich wird.

BE: Gibt es etwas, womit eine Laserbehandlung unterstützt werden kann?

Eine Kombination mit der sich ideal ergänzenden PRP-Eigenbluttherapie hat in vielen Fällen grosse Erfolge erzielt und ist ein Garant für erstaunliche Ergebnisse.

BE: Eigenbluttherapie? Was ist das genau?

PRP oder auch plättchenreiches Plasma, auf Englisch «platetet rich plasma», bewirkt eine effektive, rein biologische und körpereigene Unterstützung von regenerativen Prozessen. Lange schon in der Sportmedizin und Orthopädie bewährt, hält diese geniale Allzweckwaffe nun auch Einzug im Fachbereich der Gynäkologie.

BE: Eines Ihrer Spezialgebiete ist die Ästhetik – wie kam es dazu?

Als Kind wollte ich plastische Chirurgin werden und habe das Thema Schönheit bis heute nie ganz vergessen. Deshalb widme ich mich in meiner Praxis auch der inneren und äusseren Schönheit des gesamten Körpers. Für die Bedürfnisse der gepflegten Frau ergänze ich die ästhetischen Behandlungen mit Innovationslasern von Asclepion Laser Technologies um PRP, Botulinumtoxin und Hyaluronsäure-Fillern. Schliesslich ist es wichtig, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Wenn dies mit einem kleinen Eingriff machbar ist, spricht meiner Meinung nach absolut nichts dagegen.

BE: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

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